ingol05Die LAGZ-Zahnärztinnen und LAGZ-Zahnärzte führen Besuche in den Schulen durch. Gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern klären sie die Schülerinnen und Schüler über die Grundsätze richtiger Zahnpflege auf, zum Beispiel mit Hilfe von Zahnmodellen. Außerdem bieten sie bei Elternabenden Aufklärung und Informationen zur Zahngesundheit an. Mit Einverständnis der Eltern führen die LAGZ-Zahnärzte auch die Aufbringung von fluoridhaltigem Lack auf der Zahnoberfläche durch.


Die LAGZ-Zahnärztinnen und -Zahnärzte stellen Zahnputz- und Informationsmaterialien sowie gruppenpädagogische Hilfsmittel zur Verfügung, zum Beispiel in Form von Anleitungen für die Lehrkräfte, CDs oder Videofilmen.

Als Lehrkraft können Sie beispielsweise folgendes tun:

  • Ich vervollständige mein Wissen über Mundhygiene und Zahngesundheit und informiere mich, zum Beispiel auf den folgenden Seiten über grundlegende und aktuelle Zusammenhänge in punkto Zahngesundheit.
  • Ich unterstütze die Aktivitäten der LAGZ im Rahmen der Gruppenprophylaxe in Schulen, indem ich zum Beispiel
    im Kollegenkreis oder bei der Schulleitung anrege, bei der LAGZ-Aktion Löwenzahn mitzumachen oder die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit einem LAGZ-Zahnarzt nutze.
  • Ich baue das Thema Zahngesundheit in das pädagogische Konzept ein und spreche regelmäßig mit den Schülern über Mundhygiene und Zahngesundheit.

 

So wird eine Schule zur Siegerschule:

 

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Die Grundschule Guteneck/Weidenthal hat 15 Mal in Folge einen Hauptgewinn bei der Aktion Löwenzahn gewonnen. Dafür gab es einen Sonderpreis der LAGZ über 200 Euro.

>>> Mehr Bilder von der Preisübergabe

 

Auch die Grundschule Krinning-Rassreuth (LKR Passau) hat über viele Jahre bei der Aktion Löwenzahn Hauptpreise gewonnen. Im Interview erzählt Rektorin Rita Bauer (Grundschule Hauzenberg) über ihr erfolgreiches Engagement bei er Aktion Löwenzahn:

Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit e.V. (LAGZ): Frau Bauer, die Grundschule Krinning-Raßreuth (Landkreis Passau Land), deren Schulleiterin Sie bis zu Ihrem Wechsel nach Hauzenberg vor einem Jahr waren, hat insgesamt neun Mal den Hauptpreis bei der Aktion Löwenzahn gewonnen. Das heißt, dass Sie es geschafft haben, dass dort alle Kinder über einen sehr langen Zeitraum zweimal im Jahr beim Zahnarzt zur Vorsorgeuntersuchung gewesen sind. Nun haben Sie auch mit Ihrer neuen Schule, der Grundschule in Hauzenberg auf Anhieb 200 Prozent bei der Aktion Löwenzahn eingefahren. Immer mal wieder hört man, dass dieses Super-Ergebnis bei einer kleinen Schule wie der in Krinning-Raßreuth auch keine Kunst wäre. Stimmt das?

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Die Grundschule Hauzenberg freute sich über den Hauptpreis bei der „Aktion Löwenzahn“.
Von links auf dem Bild: Die beiden LAGZ-Zahnärzte, die die Schule betreuen, Dr. Gerhard Lang und Dr. Lutz Erhard, Schulleiterin Rita Bauer,  Dr. Markus Achenbach (ehem. LAGZ-Geschäftsführer), AOK-Geschäftsstellenleiter Thomas Rekos, sowie Schulamtsdirektor Horst Fiegl inmitten der Kinder aus den Klassen 1 bis 4.
     

Frau Rita Bauer: „Natürlich muss man ehrlicherweise zugeben, dass es an einer großen Schule etwas schwieriger ist, alle Beteiligten dazu zu bringen, an einem Strang zu ziehen. Aber dennoch behaupte ich, dass es mit einem guten Konzept, viel persönlichem Engagement und einem entsprechend langen Atem durchaus möglich ist, auch an größeren Schulen etwas zu bewegen. Das hat beispielsweise der Erfolg an meiner jetzigen Grundschule in Hauzenberg gezeigt, die deutlich größer ist als die in Krinning-Raßreuth. Das A und das O ist, dass Schulleitung und Kollegium hinter der Aktion steht.“

LAGZ: Gehen wir aber noch einmal zurück in das Jahr 1996. Wie haben Sie denn Ende der Neunziger von der Aktion Löwenzahn der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit e.V. erfahren? Wie sind Sie vorgegangen?

Frau Bauer: „Also, wir wollten unseren Pausenhof umgestalten. Das war wirklich ein trostloser Flecken, aber wir hatten nicht genügend Geld. Da hörte ich von der Aktion Löwenzahn und dass die Schule da Geld gewinnen könnte, wenn alle Kinder an der Schule regelmäßig zum Zahnarzt gehen würden. Die Gesundheit der Kinder zählt ja sowieso zu unserem Erziehungsauftrag. Warum – so sagte ich mir – sollte die Schule also nicht damit auch etwas Geld verdienen, das dann wiederum den Kindern zu Gute kommt.“

LAGZ: Wie sind Sie im Einzelnen vorgegangen? Wen haben Sie in die Aktion eingebunden?

Frau Bauer: „Letztlich ist es wichtig, alle drei Säulen: das Kollegium, die Elternschaft und natürlich auch die Kinder ins Boot zu holen. Der Schulzahnarzt muss die Aktion natürlich auch unterstützen. Das Kollegium war von Anfang an von der Aktion Löwenzahn sehr angetan. Wir haben uns gemeinsam überlegt, wie wir vorgehen könnten, um die 200 Prozent zu schaffen. Jeder Kollege führte eine Klassenliste, damit wir den Überblick behalten, wer schon beim Zahnarzt gewesen ist und wer noch nicht. Diejenigen, die noch fehlten, bekamen nämlich einen entsprechenden Eintrag ins Hausaufgabenheft. Die Eltern habe ich übrigens kurz vor Weihnachten persönlich in einem Eltern-Wunschbrief angeschrieben und um Unterstützung gebeten – Unterstützung, die kein Geld kostet, sondern nur etwas Zeit. Das kam total gut an! Die Kinder sind in einem unserer Monatsgespräche aufgefordert worden, mit zu machen. Ich habe ihnen vor Augen geführt, wie unser Schulhof aussehen würde, wenn wir das Geld gewinnen würden: neue Spielgeräte, Pflanzen, eine Ruhezone, eine Laufzone. Das hat anscheinend alle überzeugt, denn wir schafften bereits im ersten Jahr fast 150 Prozent.“

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Das zahngesunde Buffet anlässlich der Feierstunde in der Grundschule Hauzenberg bei der Entgegennahme des Hauptpreises der „Aktion Löwenzahn“ der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit e.V.
     

LAGZ: Aber schon im zweiten Jahr haben Sie dann 200 Prozent geschafft. Und dies für die nächsten acht Jahre. Kann man sagen, dass die erfolgreiche Teilnahme dann ein ‚Selbstläufer’ geworden ist?

Frau Bauer: „Da wäre ich vorsichtig! Denn man muss schon immer wieder hinterher sein, dass die Motivation nicht verloren geht! Wir haben deshalb alle zwei, drei Jahre ein ‚Dentulusfest’ mit den Kindern veranstaltet. Wir haben Gäste eingeladen, Lieder gesungen, Gedichte aufgesagt und Sketche aufgeführt. Der Höhepunkt war jedes Mal unser zahngesundes Pausenbuffet. Das haben Eltern mit Unterstützung zweier Ernährungsberaterinnen zusammengestellt. Das hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht. Für ganz wichtig halte ich auch, dass die Kinder immer sehen, was mit dem Geld geschieht. Wir leben ja in einer schneereichen Gegend, also haben wir einmal von dem Gewinn Bobs und Schlitten gekauft, mit denen die Kinder im Sportunterricht auf dem Schlittenberg hinter der Schule rodeln können. Und natürlich hängen alle unsere Urkunden im Gang.“

LAGZ: Anscheinend ist es von Bedeutung, die Aktion immer wieder regelmäßig in Erinnerung zu rufen. Wie machen Sie das – abgesehen von den „Dentulusfesten“?

Frau Bauer: „Wir teilen die Löwenzahnkarten nicht gleich am Schuljahresbeginn aus, sondern jeder Lehrer bewahrt sie im Schrank auf. Geht ein Kind zum Zahnarzt, holt es sich direkt beim Lehrer seine Karte ab. Und die oberste Zeile auf der Hausaufgabentafel lautet: Zahnarzttermin ausmachen! Bei Klassen, wo wir merken, dass dort im Durchschnitt viel ungesunde Pausenbrotzeiten konsumiert werden, starten wir dann sogar eine Extra-Aktion: Wir haben beispielsweise einmal auch Sammelpunkte für zahngesunde Brotzeiten vergeben. Neben der Erfüllung unseres Erziehungsauftrages steigerten wir damit auch gleich noch unsere Teilnahmequote. Aber eine Garantie gibt’s natürlich nie! Ich bin jedes Jahr gespannt, ob wir es auch dieses Jahr wieder schaffen.

LAGZ: Danke Frau Bauer für das Interview. Wir wünschen Ihnen auch weiterhin eine so erfolgreiche Teilnahme an unserer Aktion Löwenzahn!

pressemitteilungen

Kurz gemeldet
AK-Vorsitzende tagten

Am 27. April tagten in München die Arbeitskreisvorsitzenden. Über 70 LAGZ-Zähnärzte aus ganz Bayern trafen sich zu einem intensiven Gedankenaustausch. Vorstand und Geschäftsführung standen für Fragen und Anregungen zur Verfügung und gaben einen Rückblick auf die Jahre 2014/15. Gastreferenten informierten die Anwesenden zur laufenden EPI-Studie, zum neuen Unterrichtswerk für die 5. und 6. Klassen und zu den LAGZ-Aktionen. Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier >>>

15 Mal gewonnen

Die Grundschule Guteneck/Weidenthal hat 15x einen Hauptgewinn der Aktion Löwenzahn gewonnen.

Im Februar wurde sie dafür mit einem Sonderpreis über 200 Euro von der LAGZ ausgezeichnet.

Den Scheck überreichten der LAGZ-Arbeitskreisvorsitzende Dr. Johannes Kirschneck und der zuständige LAGZ-Zahnarzt Dr. Werner Hein. Dr. Hein betreut die Schule seit 1963 und ist ein Pionier der LAGZ-Arbeit in der Oberpfalz.

>>> Bilder zur Übergabe der Gewinnerschecks

>>> Pressemitteilung