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Volkskrankheit Kreidezähne
Immer mehr Kinder leiden unter porösen Zähnen, den sogenannten „Kreidezähnen“ oder wissenschaftlich korrekt „Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation“ (MIH). 1987 wurde die Krankheit erstmals in der Literatur beschrieben. Heute lässt sich bereits von einer neuen Volkskrankheit sprechen, denn im Durchschnitt haben in Bayern knapp 20 % unserer 8 -10jährigen Kinder die Erkrankung. Damit gibt es in dieser Altersgruppe pro Kind mehr als doppelt so viele Kreidezähne wie kariöse Zähne. Die Tendenz ist leider deutlich steigend. Auch die 5. Deutsche Mundgesundheitsstudie zeigte alarmierende Zahlen: 28,7 Prozent der Zwölfjährigen leiden unter der Erkrankung.[1] Der folgende Beitrag soll das Krankheitsbild erklären und Tipps geben, worauf Eltern bei der Zahnpflege ihrer Kinder achten sollten.
Bei MIH oder Kreidezähnen handelt es sich um eine Störung der Mineralisation des Zahnschmelzes, die zumeist mit dem Durchbrechen der ersten bleibenden Zähne, den sogenannten 6-Jahres Backenzähnen und den Frontzähnen, auffällt. Aber auch die Milchzähne können bereits erste Anzeichen für Kreidezähne zeigen, wir sprechen dann von einer Milchmolaren-Hypomineralisation (MMH). Schlüsselzähne dafür sind die 2. Milchbackenzähne, die zur selben Zeit mineralisiert werden, wir die ersten bleibenden Zähne. Geschädigt werden diese Zähne bereits ab dem 1. Lebensjahr, da die Mineralisation der betroffenen Zähne sehr früh beginnt. Sowohl bei der MIH als auch bei der MMH sind die Backen- und/oder Schneidezähne der betroffenen Kinder weiß und/oder gelb-bräunlich verfärbt, porös und damit sehr weich (Abb. 1). Dieser veränderte Zahnschmelz platzt beim Kauen leicht ab. Da die poröse Struktur im gesamten veränderten Zahnschmelz zu finden ist, fehlt die isolierende Schicht und die Kreidezähne können äußerst schmerzempfindlich auf Hitze, Kälte oder Berührung (z. B. Zähneputzen) reagieren. Der fehlende Zahnschmelz hat darüber hinaus zur Folge, dass die Zähne stark anfällig für Karies sind. Im Bereich der Frontzähne ist die Verfärbung ein deutlicher ästhetischer Makel (Abb. 2).
Über die eigentlichen Ursachen der Erkrankung wird nach wie vor spekuliert. Wahrscheinlich sind mehrere Faktoren an der Entstehung der MIH beteiligt. MMH und MIH entstehen durch äußere Einflüsse während und nach der Geburt, da der Zahnschmelz der betroffenen Schlüsselzähne zwischen dem achten Schwangerschaftsmonat und dem vierten Lebensjahr mineralisiert. Das erste Lebensjahr scheint daher für die Fehlbildung entscheidend zu sein. Studien nennen eine Vielzahl von möglichen Ursachen. Komplikationen bei der Entbindung, Vitamin D-Mangel, Kinderkrankheiten oder Atemwegs- und Infektionskrankheiten mit ggf. gehäufte Antibiotikaeinnahmen in den ersten beiden Lebensjahren scheinen sich auf die Schmelzbildung auszuwirken. Zusätzlich gibt es Hinweise, dass hormonell wirksame Stoffe, die über die Nahrung aufgenommen werden, eine große Rolle spielen. Im Tiermodell zeigte beispielsweise Bisphenol A (BPA), ein Zusatz der sich in vielen Plastikprodukten (z.B. Verpackungen von Lebensmitteln) findet, einen deutlichen Zusammenhang mit der Entstehung von Kreidezähnen. Insgesamt muss angenommen werden, dass mehrere Faktoren auch gleichzeitig die Erkrankung entstehen lassen. Da die genauen Ursachen für die Entstehung von MIH noch nicht geklärt sind, kann man heute keine wirksamen Vorbeugeempfehlungen geben. Dies unterscheidet das Problem Kreidezähne deutlich von Karies. Dennoch raten wir dazu, beim Lebensmitteleinkauf Plastikverpackungen oder beim Spielzeug gerade in den ersten Lebensjahren Kunststoffe zu vermeiden. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass der Vitamin D-Spiegel in den ersten beiden Jahren die Norm erfüllt. Dies wird unter anderem dadurch gewährleistet, dass Vitamin D-Tabletten bis zum 2. Sommer nach der Geburt eingenommen werden.
Die Behandlung von Kindern mit MIH kann für den Zahnarzt aufgrund der Schmerzempfindlichkeit sehr problematisch sein und verlangt viel Einfühlungsvermögen. Das Trocknen dieser Zähne für die Behandlung muss möglichst schonend erfolgen. Die Therapie hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Bei einer milden Ausprägung der MMH oder MIH, also wenn die Zähne nur verfärbt sind, versorgt der Zahnarzt den betroffenen Zahn mit einer Versiegelung, um ihm optimalen Schutz zu geben. Bleibende Frontzähne können nach dem vollständigen Durchbruch beispielsweise mit Kunststoff- oder Keramikfüllungen optisch den anderen Zähnen angeglichen werden.
Bei der bei MIH besonders wichtigen Kariesprophylaxe helfen Zahnpasten mit Fluorid sowie ein hoch konzentrierter Fluoridlack, den der/die Zahnärzt*in bis zu vier Mal im Jahr auftragen sollte. Unterstützt werden kann die Nachreifung (Mineralisation) der Zähne durch sogenannte Kalzium-Phosphatspender. Diese Maßnahmen können dazu beitragen, auch schon von MIH befallene Zähne ein Leben lang zu erhalten. Ist es bereits zum Verlust von Zahnhartsubstanz gekommen, wird der Zahnarzt – abhängig vom Zustand des Zahns und dem Schweregrad des Defekts – eine Füllung beziehungsweise später eine Teil- oder Vollüberkronung des Zahns empfehlen. In sehr schweren Fällen kann es auch sinnvoll sein, den betroffenen Zahn zu entfernen und die Lücke kieferorthopädisch zu schließen.
Um rechtzeitig zu erkennen, ob das Problem Kreidezähne bei meinem Kind vorliegt, sollten die Eltern mit ihrem Kind die Frühuntersuchungen beim Zahnarzt wahrnehmen. Sobald das Milchzahngebiss vollständig ist (mit ca. 30 Monaten), kann auch MMH frühzeitig erkannt und therapiert werden in der Regel mit zweieinhalb oder drei Jahren. Eine weitere wichtige Untersuchung ist dann notwendig, wenn die ersten bleibenden Zähne durchbrechen, also etwa mit fünf bis sechs Jahren. Für eine verlässliche Diagnose und eine kompetente Behandlung sollte der/die geschulte Zahnarzt*in frühzeitig aufgesucht werden.
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So läuft die Aktion "Seelöwe" ab:
Das können Sie tun:
Besucht Ihr Kind eine schulvorbereitende Einrichtung (SVE) mit sonder- bzw. heilpädagogischem Förderbedarf, greift die Aktion "Seelöwe PLUS". Die Betreuung durch den LAGZ-Zahnarzt ist bei dieser Aktion intensiver und Ihr Kind kann mit Ihrem Einverständnis in der Einrichtung zahnärztlich untersucht werden. Dabei erhält Ihr Kind eine zusätzliche Verweisungskarte für den Besuch beim Hauszahnarzt.
Die Aktion "Seelöwe" gibt es seit dem Kindergartenjahr 2002/2003 und wird jährlich wiederholt. Gefördert wird die Aktion vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. Alle Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege und die kommunalen Kindergartenträger in Bayern unterstützen die LAGZ-Aktion ebenfalls.
Weitere Mal-, Spiel- und Bastelmöglichkeiten sowie die Goldie-Lieder und das Goldie-Buch zum Download finden Sie unter der Rubrik für „Kinder“ >>>
Die Übersicht ist auch gut als kurze Präsentation zum Beispiel für einen Elternabend geeignet.
Download der Präsentation als PDF >>
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So läuft die Aktion "Löwenzahn" ab:
Das können Sie tun:
Besucht Ihr Kind eine Förderschule, greift die Aktion "Löwenzahn PLUS". Die Betreuung durch den LAGZ-Zahnarzt ist bei dieser Aktion intensiver und Ihr Kind kann mit Ihrem Einverständnis in der Schule zahnärztlich untersucht werden. Dabei erhält Ihr Kind eine zusätzliche Verweisungskarte für den Besuch beim Hauszahnarzt.
Für Förderschulen wird eine eigenständige Prämierung durchgeführt, um den besonderen Bedingungen in diesen Schulen gerecht zu werden.
Die Aktion "Löwenzahn" gibt es seit dem Schuljahr 1997/1998 und wird schuljährlich wiederholt. Unterstützt wird die Aktion vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.
Kinder mit gesunden Zähnen lachen gerne. Ein Kind mit Zahnbelägen, kariösen Zähnen oder Zahnfehlstellungen hat hingegen nichts zu lachen. Gepflegte, gesunde und gerade Zähne sehen einfach schöner aus und können fest zubeißen. Zudem wird die Nahrung leichter verdaut, wenn sie gut zerkleinert ist.
Auch für die Sprachentwicklung sind gesunde und gerade Zähne wichtig. Lispeln oder Zisch-Laute können ein Kind psychisch negativ beeinflussen.
Gesunde Zähne – gesunde Kinder:
Kinder mit gesunden Zähnen lachen gerne. Außerdem können gesunde Zähne kraftvoll zubeißen, sie tragen positiv zur Sprachentwicklung und zur Ausstrahlung bei. Nicht zuletzt sind gesunde Zähne auch schmerzfrei.
Berücksichtigen Sie diese vier Säulen im Alltag:
Richtige Mundhygiene
Ein sauberer Zahn wird selten krank. Richtige Mundhygiene heißt, intensiv, regelmäßig und systematisch die Zähne zu putzen. Mehr Infos
Zahnschmelzhärtung/Fluoridierung
Fluoride schützen unsere Zähne, können kleinere Schäden des Zahnschmelzes reparieren und hemmen das Wachstum von Bakterien. Was genau zu tun ist, erfahren Sie hier.
Zahngesunde Ernährung
Gesunde Zähne kommen von innen. Mit der richtigen Ernährung kann man viel für gesunde Zähne tun.
Mehr Infos
Regelmäßiger Zahnarztbesuch
Zweimal pro Jahr gehen Kinder und Jugendliche zur Kontrolle zum Zahnarzt. Hier können Schäden frühzeitig erkannt und behoben werden. Mehr Infos
Gesunde Zähne – gesunde Kinder:
Schwangerschaft
Die Anlage der Milchzähne in der sogenannten Zahnleiste beginnt bereits in der sechsten Schwangerschaftswoche. Bei der Geburt sind alle zwanzig Milchzähne im Kiefer voll entwickelt, aber noch nicht sichtbar.
Eine ausgewogene zahngesunde Ernährung beeinflusst die Zahnentwicklung des Kindes bereits während der Schwangerschaft positiv. Gehen Sie während der Schwangerschaft zur Prophylaxe zum Hauszahnarzt.
Zahndurchbruch
Der Durchbruch erfolgt in der Regel ab dem vierten Lebensmonat. Meist brechen die Unterkieferschneidezähne früher durch als die entsprechenden Oberkieferschneidezähne. Normalerweise sind alle 20 Milchzähne sichtbar, wenn das Kind drei Jahre alt ist.
Der Zahndurchbruch ist ein natürlicher Vorgang. Begleiterscheinungen wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Unruhe können zeitgleich einhergehen, aber auch andere Ursachen haben. Ein früherer oder späterer Durchbruch der Zähne muss Sie nicht beunruhigen. Sollten Sie dennoch Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Kinderarzt oder Hauszahnarzt.
Milchzähne/Wechselgebiss
Ein voll ausgebildetes Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen. Sie halten den Platz für die bleibenden Zähne frei und müssen deshalb auch sorgfältig gepflegt werden. Um das sechste Lebensjahr beginnt der Zahnwechsel. Der erste bleibende Backenzahn bricht in der Zahnreihe hinter den letzten Milchzähnen durch. Etwa zur gleichen Zeit lockern sich die Milchschneidezähne und beginnen auszufallen, um für die durchbrechenden bleibenden Zähne Platz zu machen. Der Fachausdruck dafür: Wechselgebiss.
Zahnwechsel/zweites Gebiss
In den folgenden Jahren, bis etwa zum 13. Lebensjahr, lockern sich die Milchzähne nach und nach, fallen aus und werden durch die bleibenden Zähne ersetzt. Das altersgerecht ausgebildete Gebiss besteht aus 28 Zähnen.
Die Weisheitszähne kommen etwa ab dem 16. Lebensjahr hinzu und vervollständigen das Gebiss auf 32 Zähne. Oft reicht für sie der Platz im Kiefer nicht aus. Dann kann ein Zahnarztbesuch weiterhelfen.
Der Zahnschmelz ist die äußerste Schicht der Zahnkrone und die härteste Substanz im menschlichen Körper. Unter dem Schmelz befindet sich das Dentin (Zahnbein), das die Pulpa (Nervenhöhle) umschließt. Darin befinden sich Nerven, Blutgefäße, Bindegewebe und Lymphgefäße.
Was ist Karies und wie entsteht dieser Defekt?
Karies ist eine multifaktorielle Zahnerkrankung. Das heißt, viele Einflüsse sind für kariöse Zähne verantwortlich. Für die Entstehung lassen sich vier Hauptfaktoren nennen:
Mit der richtigen Ernährung und der richtigen Zahnpflege kann man viel für gesunde Zähne tun. Denken Sie an den regelmäßigen Zahnarztbesuch.
Richtiges Zähneputzen will gelernt sein. Daher ist es wichtig, den Kindern von Anfang an eine regelmäßige Zahnpflege beizubringen. Das sorgfältige Zähneputzen morgens nach dem Frühstück und gründliches Putzen abends vor dem Schlafengehen sollte fest im Tagesablauf verankert sein.
Das erste Zähneputzen
Ab dem ersten Zahn sollen die Zähne entweder zweimal täglich mit einer reiskorngroßen Menge Kinderzahnpasta mit 1000 ppm Fluorid oder zweimal täglich mit einer erbsengroßen Menge mit 500 ppm Fluorid geputzt werden.
Gehen Sie den Kindern mit gutem Beispiel voran und nutzen Sie die kindliche Neugier. Machen Sie aus dem täglichen Zähneputzen ein Spiel. Dazu verwenden Sie am besten eine Kinderzahnbürste mit kurzem Bürstenkopf und einem kleinen, dicken Handgriff.
Ab dem zweiten Lebensjahr dürfen die Zähne zweimal täglich mit einer erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Zahnpasta (1000 ppm) geputzt werden. Ab dem sechsten Lebensjahr wird ein Fluoridgehalt von mehr als 1.000 ppm empfohlen. Bis zum achten Lebensjahr sind Kinder meist noch nicht in der Lage, die Zähne gründlich genug zu reinigen. Ein gemeinsames Nachputzen vor dem Spiegel ist daher unbedingt erforderlich.
Zähne putzen:
Für die tägliche Zahnpflege empfehlen wir die KAI-Systematik:
Dabei brauchen die Kinder Hilfe und Anleitung: Die Zahnflächen sollten mit kleinen kreisenden Bewegungen geputzt werden. Zur Reinigung der Außenflächen werden die Zähne aufeinandergestellt. Die Schaubilder in der Abbildung 1 zeigen, wie es mit der Handzahnbürste gemacht wird:
Abbildung 1: Putzen nach der KAI-Systematik mit der Handzahnbürste

Schritt 2: A wie Außenfläche

Schritt 3: I wie Innenfläche
Zum Schluss ...
Die Zahnbürste sauber abspülen und mit dem Kopf nach oben zum Trocknen in den Zahnputzbecher stellen.
Goldie und Dentulus können auch elektrisch putzen! Dabei putzten sie die Zähne jeder Kieferhälfte nach der KAI-Systematik (Kauflächen, Außenflächen und Innenflächen), wie auf unserer Abbildung 2 gezeigt.
Abbildung 2: Putzen nach der KAI-Systematik mit der elektrischen Bürste


Zahnputzhilfsmittel
Darüber hinaus gibt es weitere Hilfsmittel, deren Einsatz empfohlen wird. Die genaue Anwendung klären Sie bitte bei der halbjährlichen Kontrolle beim Zahnarzt:
Schwangerschaft
Die Zähne Ihres Kindes werden bereits in der Embryonalphase Ihrer Schwangerschaft angelegt. Achten Sie daher auf
Ihre eigene Zahngesundheit ist die Basis für gesunde Zähne Ihres Kindes.
Vom Säugling zum Kauling
Verhindern Sie ein Dauernuckeln am Fläschchen und zuckerhaltige Getränke. Als Alternative können Sie Ihr Kind an Wasser oder ungesüßten Tee gewöhnen. Anderenfalls besteht die Gefahr einer frühkindlichen Karies (ECC: Early Childhood Caries oder Nuckelflaschenkaries genannt). Schon ab dem ersten Geburtstag können gesunde Kinder ans Trinken aus dem Glas/Becher gewöhnt werden.
Säurehaltige Getränke
Die Oberflächen der Zähne – auch der Milchzähne – bestehen aus einem harten Schmelz, der die Zähne schützt. Bakterien im Zahnbelag bilden in Verbindung mit Zucker eine Säure, die den Zahnschmelz angreift. Zusätzlich enthalten viele Erfrischungsgetränke zahnschädigende Säuren (Zitronensäure, Phosphorsäure), die den Zahnschmelz ebenfalls attackieren (Demineralisation).
Zähne möchten beißen: Knackiges, Kauaktives und Frisches
Der Ernährungskreis zeigt das richtige Verhältnis der Lebensmittelgruppen zueinander. Berücksichtigen Sie dies bei der Zusammenstellung einer Mahlzeit. Weitere Informationen zur gesunden Ernährung finden Sie auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Tipps zur zahngesunden Ernährung:
Fluoride stärken den Zahnschmelz und machen ihn widerstandsfähiger gegen Säureangriffe.
Folgende Fluoridquellen gibt es:
Wirkung von Fluoriden:
Die DAJ (Deutsche Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege e.V.) hat in Zusammenarbeit mit Fachgesellschaften ihre Empfehlungen zur Prävention frühkindlicher Karies aktualisiert. Dies betrifft insbesondere das Zähneputzen mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta zu Hause und in der Kita. Folgende aktualisierten Dosierungen werden empfohlen:
Auch für das dritte tägliche Zähneputzen in der Kita wurden die Empfehlungen angepasst:
Kinder unter 2 Jahren putzen dort im Regelfall mit einer feuchten Zahnbürste ohne Zahnpasta ihre Zähne. Kinder ab 2 Jahren putzen im Regelfall mit einer erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (1000 ppm).

Mit dem Durchbruch der bleibenden Zähne wird empfohlen, 2x täglich eine höher fluoridierte Junior-oder Erwachsenenzahnpasta (>1000 ppm F) zu verwenden.
Alle zusätzlichen fluoridhaltigen Präparate (Gelees, Mundspüllösungen, Speisesalz, Mineralwasser und Tabletten) sollten immer nur nach Rücksprache mit Ihrem Zahnarzt eingesetzt werden. In einer Fluoridanamnese stellt er die für Ihr Kind günstigste Kombination an fluoridhaltigen Mitteln zusammen. Fluoridhaltige Kaugummis sind als zusätzliche Maßnahme durchaus zu empfehlen.
Darauf achtet Ihr Hauszahnarzt besonders:
Denken Sie beim Besuch Ihres Hauszahnarztes bitte an die Verweisungskarten der LAGZ-Aktionen.
Mehr Informationen zu den Aktionen der LAGZ:
Schnuller werden in verschiedenen Ausführungen angeboten. Achten Sie auf eine alters- und kiefergerechte Form mit einer geringen Schaftdicke. Ab etwa dem dritten Geburtstag sollten die Lutschgewohnheiten eingestellt werden. Anderenfalls können Fehlbildungen entstehen, die sich negativ auf die Aussprache und die Kieferstellung auswirken können. Die Folge sind aufwendige logopädische und kieferorthopädische Behandlungen.
Vermeiden Sie es, den Schnuller Ihres Kindes zum Beispiel zum Reinigen selbst in den Mund zu nehmen. Karies ist eine Infektionskrankheit, die Sie auf diese Weise auf Ihr Kind übertragen können.
Saugflaschenkaries beginnt meist an den oberen Frontzähnen. Treten dort weiße oder braune Flecken auf, sollten Sie mit Ihrem Kind sofort den Zahnarzt aufsuchen. Auch das Trinkverhalten muss verändert werden, sonst ist die Zerstörung aller Milchzähne nicht aufzuhalten. Aussehen, Sprache und Kauen werden beeinträchtigt und führen zu Folgeschäden und Platzproblemen für die nachwachsenden Zähne. Die Milchzähne sind wichtige Platzhalter für das bleibende Gebiss.
Hier einige Tipps zur Vermeidung von Saugflaschenkaries:
Achtung: Auch große Kinder nuckeln heute wieder aus sogenannten Sportflaschen. Die Gefahr für die Zähne ist die gleiche.
Die LAGZ und Ihre gesetzliche Krankenkasse geben Ihnen Tipps, wie Sie sich bei einem Zahnunfall Ihres Kindes richtig verhalten:
Notwendige lebensrettende Sofortmaßnahmen haben natürlich auch bei einem Unfall mit Zahntrauma Vorrang!
Wichtig ist, den Kindern von Anfang an nur zuckerfreie Zahnpflegekaugummis zur Verfügung zu stellen. Aber bitte beachten Sie: Kaugummis ersetzen nicht das regelmäßige Zähneputzen mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta!
Warum sind Zahnpflegekaugummis gut für die Zähne?
Durch Essen und Trinken wird in der Regel der Säurewert (pH-Wert) im Mund erhöht. Die Zähne sind dann besonders anfällig für Karies. Das Kauen eines Zahnpflegekaugummis regt nun den Speichelfluss an. Ein erhöhter Speichelfluss sorgt dafür, dass der pH-Wert im Mund schneller aus dem sauren, zahnschädigenden Bereich in den neutralen Bereich zurückkehrt. Der Speichel härtet außerdem den Zahnschmelz und macht ihn widerstandsfähiger gegen Kariesbakterien.
Was ist Xylit?
Bei Zahnpflegekaugummis wird häufig auf den Wirkstoff Xylit hingewiesen. Xylit ist ein natürlicher Zuckeraustauschstoff, der unter anderem aus Birkenrinde gewonnen wird. Interessant ist die Wirkung von Xylit auf die Zähne. Studien zeigen, dass der sogenannte „Birkenzucker“ wirksam dabei helfen kann, Zahnbelag, Zahnstein und Karies vorzubeugen.
Kaugummikauen nach dem Essen ritualisieren
Die LAGZ rät: Wenn nach dem Essen die Zähne nicht geputzt werden können, sollte ein Zahnpflegekaugummi gekaut werden.
Wenn Sie Ihrem Kind Wasser oder ungesüßten Tee in einer Trinkflasche mitgeben, machen Sie es goldrichtig. Problematisch wird es, wenn Sie Fruchtsaft oder Schorle in die Flasche füllen und Ihr Kind über den ganzen Tag verteilt häufig in kurzen Abständen und in kleinen Schlucken aus dieser Flasche trinkt. Gerade Flaschen mit Ventilverschluss verführen Kinder zum ständigen Gebrauch – selbst dann, wenn der Durst längst gelöscht ist.
Fruchtzucker und Säuren schädigen die Zähne
Der natürliche Fruchtzucker in Saft oder Schorle überzieht die Zähne mit einem zahnschädigenden Belag, der mit jedem Schluck erneuert wird. Kariesbakterien wandeln diesen Zucker in Säuren um, die den Zahn entkalken. Die Säure aus dem Getränk entkalkt den Zahn zusätzlich (Demineralisation). So entsteht Karies.
Eine Regenerationspause, in der eine Wiedereinlagerung von Kalzium und Fluorid aus dem Speichel erfolgen könnte (Remineralisation), wird nur durch Trinkpausen erreicht. Problematisch ist also nicht der gesunde Becher Orangensaft zum Frühstück oder das große Glas Fruchtsaftschorle nach dem Sport. Schädlich wird das Getränk erst, wenn die Zähne laufend damit umspült werden.